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August 2015

Aufbau einer Windwasserstoffwirtschaft in der Region Unterelbe – BUND im Gespräch mit ChemCoast

Im Rahmen seiner Reise am 29.Juli 2015 nach Stade nutzte der Bundesvorsitzende des BUND, Prof. Dr. Hubert Weiger  die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das ChemCoast Windwasserstoff-Projekt zu informieren. Begleitet wurde er von dem Bundesgeschäftsführer des BUND, Olaf Bandt, dem Landesvorsitzenden des BUND Niedersachsen, Heiner Baumgarten, dem Geschäftsführer des BUND Niedersachsen, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler sowie Silke Helmke, Vorstand BUND Kreisgruppe Stade.

„Das war ein wirklich konstruktiver Gedankenaustausch zu unserer Projektidee“, so Renate Klingenberg, Geschäftsführerin des ChemCoast e.V..  Das integrative Konzept mit  der  möglichen Einbindung von aus Erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff in Industrielle Prozesse, den Verkehrssektor aber auch seine möglich Nutzung als Energiespeicher wurden von den Gästen als innovativer Ansatz zur erfolgreichen Gestaltung der Energiewende bezeichnet.  Allerdings – darin war man sich einig – ohne veränderte politische Rahmenbedingungen gibt es für diese Idee keinen tragfähigen Business Case. 

„Wir werden nicht müde in unseren politischen Gesprächen und Stellungnahmen darauf hinzuweisen, dass die Änderung der politischen Rahmenbedingung dringend erforderlich ist. Ohne Entlastung von der EEG-Umlage und den Netzendgelten hat Windwasserstoff keine Chance sich am Markt durchzusetzen.“, so Klingenberg. Große Sorge bereite es der Projektkoordinatorin auch, dass die Notwendigkeit von Energiespeichern im Rahmen eines Energiekonzeptes von der Bundesregierung nicht gesehen würde. „Auf Knopfdruck werden wir das später nicht haben“,  so Dr. Karl Krähling, Dow Stade und Mitglied des Lenkungskreises des ChemCoast-Projektes. Das Verfahren zur Errichtung Kaverne könne von der Antragstellung bis zur Inbetriebnahme gut und gerne 8 bis 10 Jahre dauern.

Der BUND sagte zu, sich auch in seinen politischen Gesprächen auf Bundes- und Landesebene dafür einzusetzen, dass die Befreiung von Windwasserstoff von der EEG Umlage auf dem Hintergrund seiner erkennbaren Bedeutung für die Energiewende aktiv geprüft wird.

Wir bleiben in Kontakt – mit diesen Worten stellte sich die Diskussionsrunde dem Gruppenfoto.

Renate Klingenberg

Renate Klingenberg

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende braucht Engagement und innovative Lösungen. Das ChemCoast-Netzwerk setzt auf die vorhandenen Stärken der Region, um mit dem Projekt Windwasserstoff seinen Beitrag zu leisten.

Renate Klingenberg Geschäftsführerin ChemCoast e. V.